Heute habe ich mich mal wieder selbst übertroffen. Nachdem ich fast die ganze Woche internetlos war, habe ich es heute wie durch ein Wunder geschafft, das ganze wieder ans Laufen zu kriegen. Ich weiß zwar immer noch nicht was das Problem war, aber im Moment genieße ich noch das Gefühl die Technikidiotie mal wieder überwunden zu haben…

Übertroffen haben sich diese Woche auch noch viele andere Menschen.
Gestern zum Beispiel war es ein Dozent, der sich nach 4 Wochen Krankheit verhielt als wäre er auf Drogen. Aus dem Seminar wurde eine ziemlich schlechte Comedyveranstaltung, statt Informations- und Wissensvermittlung dominierten wahnwitzige Wünsche die Gesellschaft mit einem Besuch bei Olli Geißen zu revolutionieren, rührende Geschichten über spanische Reinigungsfachkräfte im Hallenbad und die gnadenlose Untergrabung der eigenen Autorität durch Selbsttitulierungen a la “Schlaubi”. Ich bin noch nachhaltig verwirrt und fühlte mich doch sehr spießig, da ich mir die ganze Zeit wünschte endlich etwas Wissenswertes zu erfahren.

Selbstverständlich haben sich auch meine geliebten Kommilitonen selbst übertroffen. An dieser Stelle nur die Höhepunkte:

  • In meinem geliebten Philosophieseminar saß neben mir eine Anglistikstudentin, die sich mit einer Aufgabe für ihr Englischseminar beschäftigte. Die Aufgabe war es zu diskutieren, ob PC- Spiele gewaltfördernd sind. Ihr Einleitungssatz lautete: PC games curse violence.
    Ich habe lange überlegt sie auf den Wortfehler aufmerksam zu machen. Aber manchmal ist es einfach zu schwer ein guter Mensch zu sein
  • Das Thema in meinem Psychologieseminar: Die moralische Entwicklung des Kindes nach Kohlberg. In der Reihe hinter mir saßen von mir sowieso schon sehr geschätzte Kommilitonen, die immer wieder für ein Überlegenheitsgefühl bei mir sorgen. Beim Lösen einer Beispielaufgabe stellte sich heraus, dass einer meiner Lieblinge sich auf der moralischen Entwicklungsstufe eines Kleinkindes befindet. Und da manche Menschen nicht in der Lage sind schweigend zu denken, hat sie das ganze Seminar an diesem Ergebnis teilhaben lassen. Schön, wenn man so offen zu seinen Defiziten stehen kann.

Das Fernsehprogramm und meine Träume diese Nacht lassen mich musiktechnisch heute auf einige Klassiker zurückgreifen. Wer also keine Lust auf so alten Kram hat, sollte sich an dieser Stelle einfach verabschieden…

It was raining from the first
And I was dying there of thirst
So I came in here
And your long-time curse hurts
But what’s worse
Is this pain in here
I can’t stay in here

(Bob Dylan- Just like a Woman)

 

I keep a close watch on this heart of mine
I keep my eyes wide open all the time
I keep the ends out for the tie that binds
Because you’re mine, I walk the line.

(Johnny Cash- Walk the Line)

In the clearing stands a boxer
And a fighter by his trade
And he carries the reminders
Of every glove that laid him down
Or cut him till he cried out
In his anger and his shame
“I am leaving, I am leaving”
But the fighter still remains

(Simon and Garfunkel- The Boxer)

We would be warm below the storm
In our little hideaway beneath the waves
Resting our head on the sea bed
In an octopus’s garden near a cave

(The Beatles- Octopus’s Garden)

Und jetzt auf in ein schönes Wochenende. Auf Wiedersehen.