Also wirklich. Die Nacht wird zum Tag und tagsüber schläft man so lange es nur geht und quält sich nur wenn es sein muss nach draußen in die fiese Welt. Die Zettelberge türmen sich auf dem Schreibtisch und verstecken alte Kekspackungen unter sich. Die Zeit wird vertrödelt mit Musik und sinnlosem Internetquatsch wie bloggen oder so.
Oder mit Fernsehen, gestern z.B: Schultze gets the Blues. Inszenierte Langsamkeit par excellence. Und nein, das ist nicht nett gemeint. Warum müssen deutsche Filme so oft so langatmig sein? Kameraeinstellungen werden minutenlang nicht gewechselt, gesprochen wird ebenso wenig. Mir ist ein Rätsel warum wir der Welt so gerne unsere Langweiligkeit demonstrieren.
Es gibt gute Filme, in denen die Eintönigkeit als Kontrastmittel wirkt. Ein Freund von mir ist zum Beispiel so ein Film. Die erste Viertelstunde demonstriert das furchtbar öde Leben das Daniel Brühl führt. Am liebsten würde man wegrennen. Und man ist erleichtert, wenn er endlich aus dem ewig gleichen Trott ausbricht und Jürgen Vogel ihm das wahre Leben zeigt.
Bei Schulze gets the Blues war jedoch nach einer Stunde noch nicht viel von Veränderung zu spüren. Danach habe ich die Augen zugemacht und noch wenige Minuten dem Schweigen gelauscht bis ich dann eingeschlafen bin. Ich vermute nicht all zu viel verpasst zu haben.

Bei meiner sinnlosen Internetsurferei habe ich dafür einen Text entdeckt, denn ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Max Goldt schreibt über die immense Bedeutung von Namen und kuriose kulinarische Erscheinungen. Sehr amüsant.

Heute müsst ihr nochmal auf Musik verzichten, denn es ist schon wieder spät und Dr. House schon vorbei und ich muss zu einer unmenschlichen Uhrzeit (10:00 am) zur Uni.

Eine geruhsame Nacht!