Da befinde ich mich ja. Und da hab ich natürlich auch meinen heutigen Abend verbracht. Mit viel Wein, mit was Süßem, was zu Spielen und Spannung. Aber ohne Kinder-Überraschung. Ich hab hier noch nie unter Alkoholeinfluss gepostet, aber irgendwann is ja immer das erste Mal.
Nach anfänglicher Unlust und Soziophobie, trotz Hypochondrie und akuter Einsamkeit und anfänglich düsterer Stimmung, wurde es tatsächlich ein sehr netter Abend. Er begann mit einem grandiosen Triumph des weiblichen Geschlechts über das männliche, und endete mit einer politisch-historischen Diskussion, aus der ich mich im nüchternen Zustand dezent rausgehalten hätte. Obwohl ich im Recht war. Aber fragt mich nicht, morgen trau ich mich sicher nicht mehr mit euch zu diskutieren.

Das neue Jahr, jetzt fast schon 2 Wochen alt, möchte sich nicht so gewollt-prächtig entwickeln bisher. Zumindest fallen mir spontan viele Dinge ein, die nicht so laufen, wie man sie sich so gewünscht hat. Ich bin natürlich dankbar für jeden, der mir hier Gegenbeispiele liefert und mir sagt, warum 2008 DAS Jahr ist. Kommentiert was das Zeug hält, überzeugt mich von diesem unserem Jahr (auch die, die sonst nix sagen, dürfen jetzt gerne mal.). Versprüht Optimismus, zeigt Dankbarkeit, erzählt von Glücksmomenten. Wer braucht sowas nicht. Und weil mir spontan einige Leute einfallen, die einen Silberstreifen am Horizont gebrauchen können, hier ein hoffnungsvolles aufmunterndes Theodor Fontane- Gedicht:

 

Tröste dich, die Stunden eilen,
Und was all dich drücken mag,
Auch die schlimmste kann nicht weilen,

Und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew’gen Kommen, Schwinden,
Wie der Schmerz liegt auch das Glück,
Und auch heitre Bilder finden
Ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Lebens,
Und - es kommt ein andrer Tag.