Nach langer Zeit gibt es jetzt mal wieder ein Sammelsurium von Details aus meinem Leben, für all diejenigen die hier ihren Voyeurismus ausleben wollen, und für mich, damit ich nicht in einem Jahr -oder möglicherweise einem Monat schon- vergessen habe, wie mein Leben zu diesem Zeitpunkt aussah.

Wie es sich für einen echten Studenten gehört, genieße ich momentan mein Leben. Genauer gesagt heißt das, dass meine Tage gefüllt sind mit faulenzen, lesen, Kaffee trinken mit netten Menschen und zwischendurch immer mal ein bißchen Sport in Form von Laufen. Um das nicht nur stupide aufzuzählen, kommt hier in den einzelnen Bereichen ein kleiner Entwicklungbericht:
Im Faulenzen war Frau Somuchcloser schon immer große Klasse. Sie beweist hier wie gewohnt große Ausdauer und entwickelt immer wieder neue Strategien, damit ihr das Nichts-Tun nicht langweilig wird. Hieraus lässt sich ableiten, dass sie über die Fähigkeit verfügt, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Manchmal scheint es allerdings fast, als wäre diese Fähigkeit sogar zu stark ausgeprägt.
Im Lesen können wir leider keine Fortschritte bei Frau Somuchcloser entdecken. Wie schon früher, bereitet ihr die Tätigkeit an sich keinerlei Schwierigkeiten, allerdings lässt ihre Ausdauer momentan etwas zu wünschen übrig. So stehen in ihrem Regal momentan zwei wirklich gute Bücher (”Middlesex” von Jeffrey Eugenides und “Ich bin Charlotte Simmons” von Tom Wolfe), die ihr beide zusagen, doch es scheint ihr an der Energie zu fehlen, sich für längere Zeit damit zu beschäftigen. Wir hoffen, dass wir daran in den nächsten Wochen noch arbeiten können.
Über das Kaffee trinken könnn wir ebenfalls nur gutes berichten. Es scheint als hätte Frau Somuchcloser das gesunde Mittelmaß zwischen zu viel  und zu wenig Kaffee gefunden. Auch an ihrer Begleitung und ihrem Sozialverhalten ist nichts auszusetzen.
Im Bereich Sport verzeichnen wir besonders in der letzten Zeit schöne Fortschritte. Sowohl im Tempo, als auch in der Ausdauer hat sich Frau Somuchcloser gesteigert, und ist dementsprechend auch sehr motiviert. Weiter so!

Ja, so sieht es aus. Außerdem hab ich es heute nach langer Zeit tatsächlich endlich mal geschafft mich hier in der Kleinstadt zu melden (Wehe, irgendwer von euch verpetzt mich!) und dafür sogar noch Geld geschenkt bekommen. Prinzipiell ist mein Leben also gerade ziemlich nett zu mir. Um aber das Schicksal nicht zu provozieren (Immer wenn ich mein Leben lobe, werde ich kurz darauf bestraft. Ich sollte eine Studie daraus machen.), möchte ich zum Abschluss noch ein paar  Wermutstropfen erwähnen.

  • Warum eigentlich sind die Homepages von Universitäten fast alle so unglaublich unübersichtlich, dass man nie findet was man sucht? Es gehen Gerüchte um, dass ich darüber sogar schon graue Haare kriege.
  • Dass ich seit Wochen zwischendurch immer mal wieder Halsschmerzen habe, geht mir langsam aber sicher auch etwas auf die Nerven, genau wie die Tatsache,
  •  dass mein Lattenrost kaputt ist, und IKEA Ewigkeiten braucht, mir ein neues zu liefern.
  • Was mich im Übrigen daran erinnert, dass ich -bis auf heute nacht- unter Schlafstörungen leiden. Allen, denen es ähnlich geht, widme ich das heutige Abschlusslied.

It’s way too late to think of
Someone I would call now
And neon signs got tired
Red eye flights help the stars out
I’m safe in a corner
Just hours before me

I’m waking with the roaches
The world has surrendered
I’m dating ancient ghosts
The ones I made friends with
The comfort of fireflies
Long gone before daylight

 

And if I had one wish fulfilled tonight
I’d ask for the sun to never rise
If God leant his voice to me to speak
I’d say go to bed, world

 

I’ve always been too late
To see what’s before me
And I know nothing sweeter than
Champaign from last New Years
Sweet music in my ears
And a night full of no fears

 

But if I had one wish fulfilled tonight
I’d ask for the sun to never rise
If God passed a mic to me to speak
I’d say stay in bed, world
Sleep in peace

(3:45, No Sleep - The Cardigans)