Kinder, Kinder, die Uni hat wieder angefangen. Halbe Ewigkeiten verbringt man damit den Gedanken daran zu verdrängen, sich darauf zu freuen, Sachen zu planen, das alte Semester zu verdauen… Und dann wacht man plötzlich auf, vom mittlerweile ungewohnten Geräusch des Weckers, und der Moment ist tatsächlich da.

Der völlig übermotivierte Stundenplan wurde direkt heute schon auf eine Probe gestellt und wird vermutlich in den nächsten Tagen noch drastisch reduziert. Meine Kommilitonen glänzten bereits wieder durch beeindruckende Blödheit. Und mein Hass-Dozent beehrt mich gleich in 3 Vorlesungen. Der Mann ist wie ein Dementor. Sobald er den Raum betritt, sinkt meine Motivation ins Unermessliche, alle Aufgaben die noch vor mir liegen erscheinen unüberwindbar und nichts, aber absolut gar nichts macht Spaß. Die Zeit scheint still zu stehen, die Luft im Raum wird immer knapper… Und nein, ich dramatisiere nicht.

Der erfreuliche Gegensatz dazu war ein frisch aus Münster importierter Dozent. Gleicher Fachbereich, ebenfalls schwul, aber dann hören die Gemeinsamkeiten auch schon auf. Wer hätte gedacht, dass Vorlesungen in Erziehungswissenschaft auch lustig sein können. Einige Studenten der alten Schule erlitten allerdings gleich einen Schock, als er in seiner Übermotivation ankündigte die Klausuren mit offenen Fragen statt der üblichen Multiple-Choice-Aufgaben zu stellen. “Also ich studiere hier jetzt schon x Semester, und ich habe noch NIE eine EW-Klausur mit offenen Fragen gesehen!!!”. So eine Unverschämtheit aber auch ;)

Um den morgigen Tag zu überleben, werde ich mich jetzt geschwind in mein Bett begeben (Ein Reim, ein Reim!). Gute Nacht!