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(So wollte ich diesen Eintrag gestern nennen, denn da war noch Sonne statt Regen. Da das ganze auch gestern schon in meinem Kopf entstand und ich ein unflexibler Mensch bin, bleibt es jetzt dabei. Vielleicht kommt der Frühling so ja wieder.)Ein leichter Hauch von Frühling weht über das Land und lockt alle, die bisher Winterschlaf hielten, auf die Straße und bringt jeden dazu halb-lyrische Ergüsse über das Wetter zu formulieren. Nun ja, das haben wir uns wohl verdient, schließlich glich unser Land in den letzten Monaten eher meiner Kindheits-Sibirien-Phantasie.
Die Sonnenstrahlen verleiteten schließlich selbst einen stets rational-vernünftigen Menschen wie mich zu einer Kurzschlussreaktion: Das H&M-10-Euro-Rabatt-auf-Jacken-Schild lockte mich an, die Jacke lachte mich an und ich stellte mich schnell an (die Kasse natürlich, verzeiht den gezwungenen Parallelismus. Bei der Arbeit darf ich mich sprachlich nie so austoben). Nun ist sie da und macht mich glücklich und schön. Ich bin ja so einfach gestrickt.
Genau wie schöne Jacken begeistert mich auch schöne Musik immer wieder (wenn auch zu selten). Am Freitag war ich auf einem Konzert mit zwei Bands, die ich euch zumindest etwas ans Herz legen möchte.
Bei der einen handelt es sich um die Ostfriesen rund um und mit Enno Bunger (ich bin da nicht ganz unparteiisch, ein Großteil meiner Bekannten kommt aus Ostfriesland). Ich würd ma sagen die sind so die klassische nette Band von nebenan. Stilistisch schon ziemlich an die diversen deutschen Vorbilder angelehnt, aber durchaus nicht langweilig. Also ich sag es jetzt mal ganz salopp (das is schließlich mein Blog, hier darf ich das): Für die etwas weniger Anspruchsvollen könnte das ne gute Sache sein.
Was auch passieren wird, Egal, wie’s mir geht Mein Haus ist geöffnet, Egal, wo und wie spät! Ich werd immer versuchen, Mein Bestes zu geben, Für unsere Freundschaft, Für unser Leben!
Die zweite Band waren The Wandering Sons. Aus Wisconsin, mein Mitleid dafür. Daran könnte es auch liegen, dass das ganze schon recht Country-angehaucht war. Das störte aber gar nicht, denn bei denen saß einfach jeder Handgriff. Ich finde, man erlebt es selten, dass man das Gefühl hat, dass jeder Ton so exakt auf den nächsten abgestimmt ist, als hätte die Band an einem Lied mehrere Jahre gearbeitet. Das Ergebnis war quasi ein Quilt an Melodien und Klängen, die einen nicht wirklich loslassen wollten (Nebenbei bemerkt war auch die Optik der Band durchaus ansprechend). Da fragt man sich, warum deutsche Bands sowas einfach nicht hinkriegen. Wär also mal die Gelegenheit hat, sich The Wandering Sons live anzusehen, sollte zugreifen. Die CD möchte ich dann lieber doch nur der Country- und Folkfraktion empfehlen.
Ich hab jetzt grad irgendwie den Faden verloren oder einfach nichts mehr zu sagen. Deswegen:Übernächtigte Grüße von mir an euch. Danke, dass anscheinend doch noch so viele da sind..