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Ganz ehrlich, ich weiß nicht, warum diese Band mich nicht los lässt.

Schon wieder zu viel Folk eigentlich, zu erdig, nicht bunt genug. Und doch, ich kann nicht aufhören ihnen zu zuhören, irgendwas in ihnen weckt mein musikalisches Herz aus dem Winterschlaf. Die Lieder wecken in mir Sehnsüchte, die ich nicht benennen kann und mag. Und obwohl sie mich so persönlich treffen, immer und immer wieder, mit jedem Wort und jedem Ton, könnte ich mir vorstellen heute abend zu ihnen zu tanzen. Verrückte Band, diese Mumford and Sons.

Aber hier, hört selber, ich empfehle die Bookshop Sessions auf Youtube, einfach durchklicken bei den related videos.


And my head told my heart
“let love grow”
But my heart told my head
“This time no”
Winter winds

It’s empty in the valley of your heart
The sun, it rises slowly as you walk
Away from all the fears
And all the faults you’ve left behind
The harvest left no food for you to eat
You cannibal, you meat-eater, you see
But I have seen the same
I know the shame in your defeat
But I will hold on hope
And I won’t let you choke
On the noose around your neck
And I’ll find strength in pain
And I will change my ways
I’ll know my name as it’s called again.
The Cave

Es sind ca. 20 Grad und Sonnenschein und ich sitz im Büro. Das passiert mir ja höchst selten, aber ich kann einfach nicht still sitzen. Zu allem Überfluss hab ich auch noch den totalen Kreativitätsdrang und würde mich gerne austoben, am liebsten mit Leuten, denen es ähnlich geht. Ich möchte brainstormen und rumalbern.

Stattdessen bin ich an diesen Stuhl gefesselt und höre draußen Touristen und Pseudo-Berliner (das ist hier ja quasi jeder) vorbeiziehen.

Wer Kaugummis auf den Bürgersteig spuckt, muss damit rechnen, dass der Bürgersteig irgendwann zurück spuckt :/

Hat jemand gute und brauchbare Tipps gegen Kaugummi auf Lederschuhen? Ich bleib immer so lästig am Büroboden kleben.

Gerade noch dachte ich “Naja, wer ne AOL-Email-Adresse hat, der hat eigentlich ja gar nix zu sagen”. Und dann fiel es mir ein. Wird wohl Zeit für ne neue Adresse. Hmpf.

Kollegen, die aus meinen Ideen etwas eigenes machen.

Warum hab ich bloß einen Ohrwurm von einem Lied, das ich ganze Ewigkeiten nicht mehr gehört hab? Und warum lasse ich mich eigentlich immer von kryptischen Texten beeindrucken und wünschte, ich würde mal auf solche Ideen kommen? Wieso sollte simpel schlecht sein und unverständliches automatisch gut?

Für mein Vorhaben, selber wieder mehr zu schreiben, sollte ich versuchen vom kryptischen abzuweichen. Wenn das mal kein Vorhaben ist.

(So wollte ich diesen Eintrag gestern nennen, denn da war noch Sonne statt Regen. Da das ganze auch gestern schon in meinem Kopf entstand und ich ein unflexibler Mensch bin, bleibt es jetzt dabei. Vielleicht kommt der Frühling so ja wieder.)
Ein leichter Hauch von Frühling weht über das Land und lockt alle, die bisher Winterschlaf hielten, auf die Straße und bringt jeden dazu halb-lyrische Ergüsse über das Wetter zu formulieren. Nun ja, das haben wir uns wohl verdient, schließlich glich unser Land in den letzten Monaten eher meiner Kindheits-Sibirien-Phantasie.

Die Sonnenstrahlen verleiteten schließlich selbst einen stets rational-vernünftigen Menschen wie mich zu einer Kurzschlussreaktion: Das H&M-10-Euro-Rabatt-auf-Jacken-Schild lockte mich an, die Jacke lachte mich an und ich stellte mich schnell an (die Kasse natürlich, verzeiht den gezwungenen Parallelismus. Bei der Arbeit darf ich mich sprachlich nie so austoben). Nun ist sie da und macht mich glücklich und schön. Ich bin ja so einfach gestrickt.

Genau wie schöne Jacken begeistert mich auch schöne Musik immer wieder (wenn auch zu selten). Am Freitag war ich auf einem Konzert mit zwei Bands, die ich euch zumindest etwas ans Herz legen möchte.

Bei der einen handelt es sich um die Ostfriesen rund um und mit Enno Bunger (ich bin da nicht ganz unparteiisch, ein Großteil meiner Bekannten kommt aus Ostfriesland). Ich würd ma sagen die sind so die klassische nette Band von nebenan. Stilistisch schon ziemlich an die diversen deutschen Vorbilder angelehnt, aber durchaus nicht langweilig. Also ich sag es jetzt mal ganz salopp (das is schließlich mein Blog, hier darf ich das): Für die etwas weniger Anspruchsvollen könnte das ne gute Sache sein.

Was auch passieren wird,
Egal, wie’s mir geht
Mein Haus ist geöffnet,
Egal, wo und wie spät!
Ich werd immer versuchen,
Mein Bestes zu geben,
Für unsere Freundschaft,
Für unser Leben!

Die zweite Band waren The Wandering Sons. Aus Wisconsin, mein Mitleid dafür. Daran könnte es auch liegen, dass das ganze schon recht Country-angehaucht war. Das störte aber gar nicht, denn bei denen saß einfach jeder Handgriff. Ich finde, man erlebt es selten, dass man das Gefühl hat, dass jeder Ton so exakt auf den nächsten abgestimmt ist, als hätte die Band an einem Lied mehrere Jahre gearbeitet. Das Ergebnis war quasi ein Quilt an Melodien und Klängen, die einen nicht wirklich loslassen wollten (Nebenbei bemerkt war auch die Optik der Band durchaus ansprechend). Da fragt man sich, warum deutsche Bands sowas einfach nicht hinkriegen. Wär also mal die Gelegenheit hat, sich The Wandering Sons live anzusehen, sollte zugreifen. Die CD möchte ich dann lieber doch nur der Country- und Folkfraktion empfehlen.

Ich hab jetzt grad irgendwie den Faden verloren oder einfach nichts mehr zu sagen. Deswegen:Übernächtigte Grüße von mir an euch. Danke, dass anscheinend doch noch so viele da sind..

Also ich glaube heute beim Mittagessen saß die Minh Khai neben mir. Allerdings gebe ich öffentlich zu, dass es auch irgendjemand anders gewesen sein könnte. Wahrscheinlich ist die nicht mal in Berlin. Ich wollte es halt nur mal sagen. Genau so wie ich letztens Simon Gosejohann gesehen hab. Da bin ich mir aber sicher. Spannend spannend.

Na, hab ich mittlerweile alle verloren? Wurde aus jedem Feed-Reader gelöscht? Ich selbst hatte mich jedenfalls nicht mehr abgespeichert. Das sind dann wohl neue Dimensionen des sich-selbst-verlierens. Zwecks Selbstfindung also ein kleiner Wiederbelebungsversuch mit Nichtigkeiten aus meinem Kopf.

Da ist z.B. die Tatsache, dass ich das Wort “to wonder” insgeheim liebe, weil es in meinem Kopf sofort eine Verknüpfung zum Wort “wandern” bildet.Ich stelle mir also vor, wie der Mensch, der sich wondert, als Miniatur seiner selbst durch seinen Kopf wandert - eine bunte, aufregende Landschaft - auf der Suche nach einer Antwort auf seine Fragen. Wie er an Erinnerungen vorbei spaziert - an schönen und blumigen, an düsteren, an traurigen - und dabei Dinge wiederentdeckt, die er lange vergessen glaubte.

So streife ich auch gerade durch meinen Kopf und stoße auf Situationen und Gefühle, die ich durchlebt habe, in der Hoffnung, einen Weg für mein Jetzt-Ich zu finden.

Being alone, it can be quite romantic
Like Jacques Cousteau underneath the Atlantic
A fantastic voyage to parts unknown
Going to depths where the sun’s never shone
And I fascinate myself when I’m alone



rotieren umeinander
in ewig gleichen bahnen
zieh mich an, dann stoß mich ab
wie falsch gepolte magneten
müsste es nicht heißen
zieh mich an, dann zieh mich aus?
die rotation wirft mich aus der bahn

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